← Alle Anwendungen
App-Zeichen der Biotopkartierung
Biotopkartierung · Abgrenzen, Bögen, Prüfung, Abgabe

Biotopkartierung

Die Brandenburger Biotopkartierung nach dem amtlichen Standardverfahren – im Gelände auf Tablet und Smartphone, offline wie online. Abgegrenzt wird dort, wo das Biotop steht – und ebenso gut abends am Rechner: dieselbe Anwendung, derselbe Stand.

6 BögenGrundbogen, Vegetation, Wald, Offenland, Stand- und Fließgewässer
Intensität A/B/Csteuert, wie viel je Biotop auszufüllen ist
Punkt · Linie · Flächejedes Biotop bekommt die Geometrie, die zu ihm passt
OfflineKarte, Schlüssel und Bögen ohne Netz auf dem Gerät
Arbeitsplatz der Biotopkartierung: Biotopliste, abgegrenzte Biotope im Luftbild und Ebenen
Links die Biotopliste, in der Mitte die Karte, rechts die Ebenen – und darüber die Bögen als Reiter. Die Biotope liegen mit Nummer und Code über dem amtlichen Luftbild.
Im Gelände

Abgrenzen, wo das Biotop steht

Zeichnen mit dem Finger

Flächen, Linien und Punkte werden direkt in der Karte abgegrenzt, nachgezogen, geteilt oder zusammengefasst. Als Grundlage dienen die amtlichen Karten- und Luftbilddienste; der eigene Standort ist eingeblendet.

Jedes Biotop trägt seine Nummer, seinen Code und seine Farbe – in der Karte genauso wie in der Liste.

Zeichenwerkzeuge über der Karte, abgegrenzte Biotope mit Nummer und Code
Zeichenwerkzeuge über der Karte; in der Karte trägt jedes Biotop seine Nummer und seinen Code.

Der Grundbogen

Verwaltungsnummer, Blatt der DTK 10, Kartierintensität, Benennung und Beschreibung, Hauptbiotop mit Biotoptypencode, Zielbiotop, Ausbildung, Schutzstatus nach § 30 BNatSchG bzw. § 18 BbgNatSchG und FFH-Lebensraumtyp – in der Reihenfolge des amtlichen Bogens.

Der Biotoptypencode wird über Code oder Name gesucht; Schutz und Lebensraumtyp hängen am Code und werden mit angezeigt.

Grundbogen mit Benennung, Beschreibung und Biotoptypencode

Vegetation nach Sippen

Sippen werden über den wissenschaftlichen oder den deutschen Namen gesucht und mit ihrer Deckungsstufe eingetragen – ein Griff je Art, dazu bei Bedarf eine Notiz.

Waldbogen, Offenlandbogen, Standgewässer- und Fließgewässerbogen kommen als Zusatzbögen dazu, wenn der Biotoptyp sie verlangt.

Vegetationsbogen mit Sippen und Deckungsstufen

Was dazugeladen wird

  • Kartendienste (WMS) aus einer durchsuchbaren Liste – antippen genügt
  • Eigene Geodaten: GeoPackage, GeoTIFF, GeoJSON und Shapefile, auch gepackt
  • Luftbilder, topografische Karten und das Höhenmodell des Landes
  • Der vorhandene BBK-Bestand des Landes zum Vergleich
  • Eigene Skizzenebenen und ein Punktraster zur Orientierung

Was die Karte damit macht

  • Biotope in den amtlichen Farben der Legende zeigen
  • Geschützte Biotope hervorheben (§ 30 BNatSchG, § 18 und § 17 BbgNatSchAG)
  • Gebietsnummer und Biotoptypencode an die Fläche schreiben
  • Das Höhenmodell auf das Projektgebiet einfärben und schummern
  • Reihenfolge, Sichtbarkeit und Stil je Ebene festhalten
Beim Ausfüllen

Die Anleitung steht neben dem Feld

Nachschlagen kostet im Gelände die meiste Zeit. Deshalb liegt das Fachwissen genau in dem Feld, um das es gerade geht.

Alles eingebaut

  • Die Biotoptypenliste mit rund 8.100 Typen, suchbar nach Code und nach Name
  • Die Beschreibungen der Biotoptypen zum Aufklappen
  • Die Artenliste und der Gehölzschlüssel
  • Die Steckbriefe der FFH-Lebensraumtypen samt Bewertungstabellen
  • Die Schlüssel der einzelnen Felder nach dem Kurzschlüssel
  • Das Handbuch – im Programm und damit auch ohne Netz da

Voreinträge statt Abtippen

  • Kartierer, Kürzel und Datum beim Anlegen
  • Verwaltungsnummer und Kartenblatt aus dem Kartierprojekt, die laufende Nummer fortlaufend
  • Die Kartierintensität nach der Vorgabe des Projekts
  • Die Gesamtbewertung des Erhaltungsgrades als Vorschlag aus den drei Teilkriterien
  • Bei gleichen Biotopen die Angaben des Nachbarbiotops, Bogen für Bogen abwählbar
  • Zu jedem Schlüssel der amtliche Klartext
Im Funkloch

Ohne Netz arbeiten

Die Anwendung speichert zuerst auf dem Gerät und gleicht danach mit dem Server ab. Ohne Netz läuft sie deshalb genauso wie mit.

Vorher bereitstellen

Das Kartierprojekt mit allen Bögen und Zeichnungen herunterladen und die Kacheln der gebrauchten Ebenen mitnehmen – Luftbild, topografische Karte, Höhenmodell, je für die angehakten Bereiche. Schlüssel, Artenliste, Steckbriefe und Handbuch liegen ohnehin auf dem Gerät.

Draußen weiterarbeiten

Abgrenzen, Bögen ausfüllen, Biotope löschen – alles läuft ohne Verbindung weiter. Solange auf der heruntergeladenen Kopie gearbeitet wird, färbt sich die Kopfleiste um: So ist auf einen Blick zu sehen, woran man gerade ist.

Zurück im Büro

Ein Knopf bringt die Aufnahmen zum Server. Bögen und gezeichnete Flächen gehen denselben Weg, und danach sehen alle Beteiligten denselben Stand.

Zwei Dinge, die leicht verwechselt werden

„Kein Netz“ ist ein Zufall – das Gerät hat gerade keine Verbindung. „Offline arbeiten“ ist eine Absicht – das Projekt wurde heruntergeladen und liegt auf dem Gerät. Die Anwendung zeigt beides getrennt an, statt aus dem einen auf das andere zu schließen.

Zusammenarbeit

Mehrere Kartierer, ein Auftrag

Ein Kartierprojekt ist der Auftrag: Verwaltungsnummer des Landesamtes, Projektgebiet, Vorgaben – und die Personen, die daran arbeiten. Jede schreibt zuerst auf ihr Gerät, beim Abgleich läuft alles zusammen.

Das Kartierprojekt hält alles zusammen

Angaben zum Auftrag, das Projektgebiet mit seinen Bereichen, die vorbelegte Kartierintensität und die Zusammenstellung der Karte. Beim nächsten Öffnen steht alles wieder so da – auch auf einem anderen Gerät.

Rollen, die zur Arbeit passen

Der Kartierer legt Biotope an, ändert und löscht sie. Der Manager verwaltet zusätzlich die Kartierprojekte, trägt Kartierer ein und legt das Gebiet fest. Wer angemeldet ist, ohne eingetragen zu sein, liest mit.

Benutzerverwaltung in der Anwendung

Zugänge, Rollen und Rechte werden in der Anwendung selbst vergeben – ohne Umweg über jemanden, der die Technik betreut.

Datenhaltung

Die Datenbank des Landesamtes – und der Weg zurück

Die amtliche Eingabesoftware ist der Bezugspunkt. Sie gibt vor, wie die Daten am Ende aussehen müssen – und genau darauf ist unsere Struktur gebaut.

Was dort steht

Die BBK-Anwendung des Landesamtes ist eine über Jahre gewachsene Access-Anwendung: 69 Tabellen für die Kartierdaten, 159 Referenz- und Auswahllisten daneben. In diesen Listen steckt die Fachlogik des Verfahrens – jeder Schlüssel, jede Wertstufe, jede Optionsgruppe. Sie ist die Vorgabe.

Was sie nicht leisten kann, liegt an der Technik ihrer Zeit: Sie läuft am Einzelplatz, die Flächen entstehen getrennt im GIS, und im Gelände wird auf Papier geschrieben. Zusammengeführt wird am Schreibtisch.

Rückschreibfähig gebaut

Unser Datenmodell wurde der amtlichen Anwendung Feld für Feld gegenübergestellt. Verbunden sind beide Seiten über den Biotop-Ident PK_IDENT. Die Bewertungen laufen in die Form der Anwendung um: statt der Buchstaben A, B und C je Kriterium die Nummer aus ihrer Optionsliste.

Die Zuordnung ist von Hand geprüft – 435 Teilkriterien mit 238 verschiedenen Namen stehen 110 Optionsgruppen gegenüber, und dieselbe Sache heißt im Steckbrief anders als beim Landesamt.

Es wird nichts geraten

Was sich aus den amtlichen Tabellen, Feldbeschreibungen oder Unterlagen belegen lässt, wird übernommen; alles andere wird als offene Frage geführt und gemeldet. Ein still falsch gefülltes Feld fällt sonst erst beim Landesamt auf.

Vor der Abgabe

Prüfung und Abgabe

Nachschau je Biotop

Die Prüfung sammelt, was im Bogen noch fehlt oder nicht zusammenpasst, und listet die offenen Punkte je Biotop auf. Sie liest nur, was im Bogen selbst steht – die fachliche Ansprache im Gelände ersetzt sie nicht.

Abgabe im amtlichen Format

Gebiet, FFH-Gebietsnummer und der Namensteil der Dateien werden einmal gesetzt, danach entstehen die Abgabedateien auf Knopfdruck. Die Anwendung zeigt vorher an, was geschrieben wird.

Vorhandenes übernehmen

Wo schon kartiert wurde, lassen sich vorhandene Biotope als Grundlage übernehmen und im Gelände dort ändern, wo sich etwas geändert hat. Die alte Nummer bleibt, damit die Fortschreibung an ihr erkennbar ist.

Weiter ins GIS

Die Abgabedateien sind gewöhnliche Shapefiles: Sie lassen sich unmittelbar in QGIS oder ArcGIS öffnen und dort weiterverarbeiten. Umgekehrt kommen eigene Geodaten als GeoPackage, GeoJSON, GeoTIFF oder Shapefile herein.

Sicherung des Projekts

Ein ganzes Kartierprojekt lässt sich sichern und wiederherstellen – mit Bögen, Zeichnungen und den Angaben zum Auftrag.

Ohne Installation

Eine Adresse im Browser genügt – auf jedem Rechner und jedem Tablet. Eine Verbesserung steht allen Beteiligten sofort zur Verfügung.

Fachliche Grundlage

Biotopkartierung Brandenburg, Band 1, Version 3.1 (April 2026) des Landesamts für Umwelt, dazu die Digitalisierungsanleitung 2026, die Biotoptypenliste Brandenburg 2026, der Kurzschlüssel 2025 und die LRT-Steckbriefe 2026. Die Felder sind Feld für Feld mit der Eingabesoftware des Landesamts abgeglichen.

Jeder Hinweis der Anwendung nennt seine Grundlage: Wo eine Regel wörtlich in den amtlichen Unterlagen steht, steht die Fundstelle daneben; wo sie unsere Auslegung ist, steht das ausdrücklich dabei. Handbuch und Vorstellung stecken in der Anwendung selbst – im Menü der Kopfleiste unter „Handbuch“ und „Über die App“.

Kontakt

Kartierung anstehend?

Wir richten die Anwendung auf Ihr Kartiergebiet ein und zeigen den Weg vom ersten Biotop bis zur fertigen Abgabe.